Qualitätssicherung am Gymnasium der Benediktiner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anfänge und Anlässe

 

Der PISA-Schock 2001 hat zu grundlegenden Änderungen in der Schule geführt. Folgende Begriffe deuten die Veränderungen an: Zentralabitur, zentrale Abschlussprüfungen in der Klasse 10 (Deutsch, Mathematik, Englisch), Lernstandserhebungen in der Klasse 8, Schulinspektionen, verkürzte Schulzeit (G 8), individuelle Förderung, Ganztagsunterricht. Diese Maßnahmen können sicherlich zielführend sein, jedoch bedauern wir, dass für an sich sinnvolle Maßnahmen nicht immer die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Grundhaltung des Gymnasiums der Benediktiner

Das Gymnasium der Benediktiner begrüßt Maßnahmen der Qualitätssicherung und stellt sich den Anforderungen. Wir sind stolz darauf, im letzten Jahr im Fach Mathematik bei den Lernstandserhebungen (Klasse 8) zu den besten Schulen in NRW gehört zu haben (vgl. Pressemitteilung der  Westfalenpost vom 09.01.2009:
"'Ein Lob an die Schüler' - Benediktiner und Realschüler gehören zu den Besten" - Link ).

 

Auch mit unseren Ergebnissen beim Abitur, den zentralen Prüfungen 10 und bei den Lernstandserhebungen sind wir zufrieden.

Als benediktinische Schule möchten wir aber die staatlich vorgegebenen Maßnahmen nicht einfach nur hinnehmen, sondern mit Blick auf unser Schulprofil gestalten.
So sind wir der Ansicht, dass im pädagogischen Umfeld nicht alles quantifizierbar ist und Schülerinnen und Schüler nicht auf messbare Leistungen reduziert werden dürfen. Wir fordern Leistung und stellen uns Leistungsvergleichen, halten aber gleichwohl fest an einem christlich geprägten personalen Menschenbild (siehe dazu auch die Artikel auf unserer Homepage: Grundlagen-Menschenbild und Grundlagen-Benediktinerschulen). Wir setzen uns für einen umfassenden Bildungsauftrag ein, der staatliche Prüfungsnormen integriert, aber nicht absolut setzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was tun wir, um Schüler/innen gut auf neue Anforderungen vorzubereiten?

 

Konkret werden unsere Schüler/innen langfristig auf die entsprechenden Prüfungen vorbereitet. Die Fachschaften haben ihre Unterrichtsplanungen auf die neuen Erfordernisse umgestellt Die schulinternen Fachcurricula sind für Eltern, Schüler und Lehrer jederzeit von der schulinternen Kommunikationsplattform lo-net2 abrufbar. Schüler/innen werden frühzeitig über die Anforderungen bei Lernstandserhebungen und Zentralprüfungen informiert (siehe hierzu auch die Hinweise des Schulministerium unter „learn-line").

Betreffendes bitte anklicken:

Zentrale Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 8 und

Zentrale Prüfungen am Ende der Klasse 10

Unser Förderkonzept gibt Schülerinnen und Schülern individuelle Hilfen, wenn in einzelnen Fächern Defizite entstanden sind. Konkret heißt dies: Wenn individuelle Förderung nötig ist (Leistungsabfall, längere Krankheit, Defizite), können folgende Maßnahmen eingeleitet werden:
a) Die entsprechende Lehrkraft versorgt den Schüler/die Schülerin mit schriftlichem Übungsmaterial zur selbstständigen Bearbeitung, das geeignet ist, die Defizite zu kompensieren.
b) Herr Lehner, der für den Bereich individuelle Förderung verantwortlich ist, vermittelt Schüler/innen in das Programm „Schüler helfen Schülern“: Hier erteilen geeignete ältere Schüler/innen in der Schule kompetenten Nachhilfeunterricht. Dies Modell hat sich bewährt, weil so ein enger Kontakt zwischen Lehrkraft, „Nachhilfelehrer“ und Nachhilfeschüler gewährleistet ist.

Darüberhinaus bieten wir für interessierte Schüler/innen besondere Entfaltungsmöglichkeiten im künstlerisch-musischen Bereich (Theatergruppe, Orchester, zwei Chöre, BigBand) und im fremdsprachlichen Bereich (Französisch: DELF, Englisch: Vorbereitung auf TOEFL-Prüfung).

Im Zuge der Schulzeitverkürzung (G 8) lässt sich Unterricht am Nachmittag nicht vermeiden.
Um die gewachsenen Anforderungen gerade für die jungen Schüler/innen positiv zu gestalten, wird bei uns folgendes Modell umgesetzt: Einmal in der Woche wird nachmittags zusätzlich unterrichtet; dabei wird nach der fünften Stunde eine längere Mittagspause eingelegt. In dieser Zeit können die Schüler/innen in unserer Mensa ein gesundes und preiswertes Mittagessen einnehmen. Anschließend bieten wir ein betreutes Bewegungsprogramm an (hierzu wird gerade ein Konzept entwickelt, das nach den Osterferien 09 umgesetzt wird). Außerdem erproben wir eine neue Rhythmisierung des Unterrichts: Durch mehr Doppelstunden wird der pädagogisch wünschenswerten selbständigen Schülerarbeit mehr Raum gegeben, zudem müssen sich die Schüler/innen an einem Tag nicht auf 6 oder 7 verschiedene Fächer und Lehrkräfte einstellen. Wenn Nachmittagsunterricht unvermeidlich ist, dann sind Hausaufgaben tabu.

 

Schulsozialarbeit

 

Zum 2. Halbjahr 2009 wurde eine qualifizierte Sozialarbeiterin, Frau König, eingestellt, an die sich Schülerinnen und Schülern mit ihren Nöten und Problemen jederzeit wenden können.

 

Was tun Lehrkräfte, um fit für die neuen Herausforderungen zu bleiben?

 

Lehrerinnen und Lehrer stellen sich den Anforderungen der Qualitätssicherung auf zwei Wegen:
Fortbildung
Eine wichtige Säule für guten Unterricht ist die permanente Fortbildung, die von unseren Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen wird.
Kollegiale Unterrichtsbesuche
An unserer Schule wird verpflichtend ein Hospitationsprogramm umgesetzt. Dabei haben wir uns für ein Modell der kollegialen Hospitation („Gastgebermodell“) entschieden: Mindestens einmal pro Schuljahr lädt jede/r Kollege/Kollegin ein Lehrkraft seiner/ihrer Wahl zu einer Unterrichtsstunde ein. Zuvor legt die beobachtete Lehrkraft fest, welche Aspekte des Unterrichtsgeschehen besonders in den Blick genommen werden sollen. Nach der Stunde werden die Beobachtungen ausgetauscht und mögliche Optimierungen des Unterrichts diskutiert. Diese Gespräche fließen in die Fachschaftsarbeit ein.
(Dass unabhängig davon der Schulleiter aus gegebenem Anlass zusätzlich Unterrichtsbesuche vornimmt, ergibt sich aus dem Schulgesetz.)

Stand: 2/2009

 

Michael Plett